365 Tage in 52 Wochen

Dieses Projekt ist keine weitere Herausforderung, die es zu bestehen gilt. Vielmehr ist es eine Einladung an mich (und wenn Du magst gern auch an Dich). Eine Einladung 365 Male Zeit für den Moment zu haben und weitere 52 Male Zeit für einen tieferen (Rück)Blick zu haben. Viel Zeit für mich. Viel Zeit für bewusstes Wahrnehmen, für entspanntes Verarbeiten und die alltägliche Achtsamkeit.


Infobox: Was ist eigentlich ein 365-Tage und/oder ein 52-Wochen-Projekt?



Nachdem ich schon einige 365-Tage-Projekte gestartet, aber niemals zum Ende gebracht habe, habe ich mir intensiv Gedanken in zwei Richtungen gemacht: 1. Ich vermisse die Monate, in denen ich jeden Tag ein Foto gemacht habe! Jedes einzelne Foto dieser Projekte begleitet mich bis heute. Diese Bewusstheit die entsteht, während man in Gedanken nach dem jeweiligen "Foto dieses Tages" sucht, wirkt wie ein toller Erinnerungsanker für den gesamten Tag. So weiss ich bei dem oben aus wilder Hand geschossenem Heimweg-Selfie noch ziemlich genau, was an diesem Tag zuvor im Job und am Abend danach zu Hause geschehen ist. 2. Warum habe ich immer wieder "aufgegeben"? Die Antwort liegt bereits in der Fragestellung bereit: Aufgeben kann man nur Kämpfe. Ein Kampf aber ist häufig negativ und druckbehaftet. So tut Fotografie nicht gut. Mir zumindest nicht.


Warum das Projekt so heisst und was ich dieses Mal anders machen werde


Zwei meiner Schmerzpunkte waren bisher immer die Abhängigkeit zu Instagram und/oder Facebook (=meta) und die umfangreiche to do Liste, die mir ein solches Projekt diktiert hat: Ich musste jeden Tag ein Bild finden, fotografieren, in Lightroom importieren, entwickeln und dann noch bei Insta oder facebook posten. Selbst mit Hilfe des spannenden Jpeg-Rezepte Konzept (Werbung, dieser Affiliate-Link führt zu Amazon) meines lieben Freundes Thomas ließ sich diese Aufgabe nur ein wenig entschärfen. Ich bekam nicht einfach nur diese Momente mit meiner Kamera geschenkt, sondern ich musste weitere Minuten (ehrlicher: Stunden) für das Drumherum geben. Jeden neuen Tag, noch bevor er zu Ende ging... Ein hoher Preis für mich und die, die mit mir oder in meiner Nähe leben.


Dieses Mal geht es entspannter zu! 365 Tage in 52 Wochen beschreibt, dass ich wie gewohnt jeden Tag ein Foto mache. Eine Kamera ist somit häufig dabei und die Fotografie ist stets im stand by - ist bei uns eh meist so, hm? So erlebe ich ein sehr gutes Training des fotografischen Muskels und der eigenen Achtsamkeit (=Aufmerksamkeit). Dieses Mal führt der Moment des Auslösens aber nicht unweigerlich zum Freiprügeln der Abendstunde(n) fürs Entwickeln und Posten. Eher zu mehr Gelassenheit. ...denn am Ende der Woche wartet ein Date mit mir selbst. Das habe ich mit meinem Umfeld verabredet und in den Kalender gepackt. Dann lade ich die Fotos der Woche einfach in die Fotogalerie ("365 Tage"). Nachdem ich -mit den letzten 7 Fotos vor Augen- die Woche nochmal hab Revue passieren lassen, schreibe ich dann einen Blogpost zu dieser Woche ("in 52 Wochen"). Nicht ohne gute Platte und dampfendes Heissgetränk. Das ist Zeit für mich. So bekomme ich 365 kleine Momente und mindestens 52 Stunden, ganz allein für mich und meine Gedankenwelt geschenkt.

Welcher thematische Rahmen ist der Richtige?

Es gibt m.E. an dieser Stelle kein Richtig und kein Falsch. Sicherlich ist es gut für die eigene Motivation, wenn Du Dir einen Moment Zeit nimmst und Dir Gedanken um den Rahmen und Ablauf machst. Es sollte Dir schon grob klar sein, in welche Richtung Du (Stand heute) gehen magst. Am Ende kann ein zu enger Rahmen aber auch schnell anstrengend oder gar langweilig werden. Willst Du wirklich jeden Tag ein Selfie oder ein Porträt Deines Hundes machen? Überleg es Dir oder verabrede mit Dir gelassen zu bleiben, solltest Du mal Lust bekommen vom urspünglichen Weg abzuweichen. Ich persönlich lebe so sehr im Fluss (damit meine ich die Veränderung, nicht den Rhein), dass ich eben diese Veränderung mehr erwarte als die Beständigkeit. So wird sich bei mir alles auf meinem Weg abspielen - mit dem Fokus auf dem intensiven Wahrnehmen, dem Reflektieren und der Achtsamkeit.

...und wo findet das Ganze idealerweise statt?

Diesmal nicht bei den beiden Großen! :-) Aber auch nicht (direkt) in unserem eigenen, sozialen Netzwerk, dem Freundeskreis von Fotografie tut gut (*Release Anfang 2022). Vielmehr bin ich ein großer Freund davon, ein solches Projekt auf "eigenem Grund und Boden" -ganz ohne Abhängigkeiten- entstehen und wachsen zu lassen. Mein Projekt entsteht also hier -ganz unabhängig- in meinem eigenen Blog. Der Ort für den persönlichen Austausch auf diesem spannenden Weg aber wird die entsprechende Projekt-Gruppe innerhalb des Freundeskreises von Fotografie tut gut sein. An dieser Stelle stehen Michael und ich übrigens auch bereit, wenn es um Fragen, wie die nach einer eigenen Web- oder Projektseite, geht. Ich bin so gespannt auf dieses neue Jahr voller Momente und L(i)eben! ❤️


Von Herzen

wünsche ich Dir ein tolles Jahr, ganz unabhängig davon, wann Du diesen Post gelesen hast und ob Du Dich meiner Idee anschliesst! Genieße Deine Zeit und schau doch ab und an hier bei mir vorbei. Ich freue mich über jeden und jede, die diesen Weg ein paar Meter mit mir geht. Auf das Leben, Du lieber Mensch! :) Falk