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Nachtzug nach Hamburg - ein Wortversuch

(Reload aus 2006)




Links und rechts spiegelt ganz grausam das Scheibenband uns Menschen die Seelen, außer Rand und Band


Ganz still und müde sitzen wir da

unmerklich wie grausam es so tief in uns war

Wir setzen uns in Bewegung mit dem großen Tross

noch rasen die Herzen, noch sitzt im Hals

ganz fest dieser Kloß


Der Alltag, ein Glück,

langsam bleibt er zurück!


Um uns nur Spiegel,

wo ist sie unsere geliebte Welt?

Warum hat sich niemand zum Schutz

zwischen sie und uns gestellt?


Sie hat uns gedrängt, gebogen bis wir nichts mehr bemerkten

unbeweglich im Sitz, unfähig uns jetzt noch zu stärken


dabei ist sie so nah, unsere alte Welt

bald werden wir´s merken,

das große Licht wird ausgestellt!

Nun ist der Spiegel unserer Seelen nicht mehr ganz so mächtig

(Einzelne schnarchen, Andere werden wach!)

und die trifft es jetzt kräftig:

Da ist sie, unsere Welt,

da draussen im Dunkel!


Wir spüren unausgesprochen wie unsere Seelen munkeln.


War es wirklich so wichtig, das helle Licht? Wir haben nichts bemerkt, warum sahen wirs nicht?

Die Zeit, die Welt, sie zog vorbei wie im Flug, doch merkten wir´s nicht,

bis zu dieser Nacht hier im Zug!

Kühl und hart drückt sich ein Stück vom Scheibenband, auf die Stirn, schützend gehalten von unsrer rechten Hand

Nun endlich, es zeigen sich der Welt dunkle Schatten, das schimmernde Blau am Himmel, es lies auf sich warten.

Wir müssen jetzt tapfer sein und uns nun erlauben,

zu schauen gen Himmel, damit wir dran glauben!

Sterne und Himmel, im Dunkels ist´s nicht schlecht

(wir lernen es lieben!)

und sie geben uns Recht:

Die Seelen derer, die immer noch liegen! ...und weiter schnarchend träumen von Ihrer eigenen Welt,

von Ruhm und Ehre und schrecklich viel Geld

So träumen sie weiter, das Licht stehts schön hell -

nein danke, uns ist das hier wirklich zu grell!

















 

Ich freue mich auf Deine Gedanken! Beachte bitte: Ich arbeite mit HateAid.org zusammen und lösche/melde destruktive Inhalte.


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