"So schön wie hier kann es im Himmel gar nicht sein"

Über diesen Buchtitel von Christoph Schlingensief bin ich während meiner Podcast-Aufnahme (wieder) gestolpert.


Eigentlich lautet die Überschrift heute bei Fotografie tut gut etwas anders: "Wetten, dass es dort schöner ist, als Du denkst?" Aber passen tut beides gut. Es ist eine Erinnerung an das Glück, eine Liebeserklärung an das Leben und ein (nicht viel wenig intensiverer) Hinweis darauf, dass die vielen verschiedenen Facetten der Fotografie uns ziemlich viele Facetten in unserem Leben zu zeigen. Da die aktuelle Sendung gut zum fotografischen Blick auf die Woche passt, lade ich Dich herzlich ein, mal bei Spotify, ApplePodcasts oder auf der Webseite reinzuhören! Ich freue mich auf Deinen Besuch!

Aber zurück zur täglichen Fotografie:

Ist "daily" noch "daily"?

Manchmal würde ich sagen. Vielleicht passt auch hoffentlich bald wieder meist. Was im Umkehrschluss ja heisst: Im Moment nicht. Dieser absolut wahnsinnige Krieg, die wieder stark steigenden Covid19-Zahlen (oder vielmehr die Menschen, die so tun als wäre Corona vorbei) und viele andere Umstände im Innen und Außen lassen mich zwar tagtäglich mit der Fotografie umgehen, aber ein Foto schaffe ich derzeit nicht jeden Tag. Kurz habe ich überlegt das Thema bzw. die Beschreibung dem anzupassen. Dann erinnerte ich mich aber daran, dass ich solchen Impulsen mit mehr Gelassenheit begegnen wollte - "Du sollst etwas langsames tun, bevor Du eine wichtige Entscheidung triffst" (Paulo Coelho) Warten wir mal die kommende Woche ab... das Wichtigste: Ich habe weiter stark inspirierende Momente mit diesem Projekt und bin sehr dankbar, die Fotografie und meinen Alltag (oder umgekehrt?) sehr viel bewusster wahrzunehmen.

Die Vielfalt der Fotografie ist mir diese Woche wieder sehr bewusst geworden - und damit kam eine schöne Erkenntnis, die laut von einer neuen Freiheit erzählt!

Kennst Du diese vielen, kleinen Stresspunkte rund um die Frage der Stilfindung, Positionierung und die Qual der Wahl, für welches fotografische Genre Du stehst? Wer bin ich, wenn ich heute Tiere in Farbe, morgen Menschen in Schwarzweiss und übermorgen eine alte Telefonzelle im Analog-Look fotografiere? Sieht das nicht bescheuert aus in meinem Stream? Müssen wir nur "straight" wirken? Einen Scheiss müssen wir... Es ist so wundervoll, dass ich auch in der Fotografie inzwischen in weiten Teilen bei mir angekommen bin. Das wünsche ich Dir auch von Herzen! Wenn ich nach Anlass und Stimmung wählen kann, ob ich in Bandshirt, Hoody oder im Hemd einkaufen gehe, mal ein Bier und mal einen Wein am Abend trinken kann und direkt nach einem Lied von Reinhard Mey harte Riffs von Metallica genauso passend finde wie eine Runde Depeche Mode - dann kann ich auch heute Tiere in Farbe und morgen Menschen in Schwarzweiss fotografieren. Ganz schön erschreckend, dass ich das schon als freiheitlich wahrnehme, sollte es doch so normal sein, seine vielseitigen Interessen auch ohne inneren Stress zu leben. Das verteufelt nicht diejenigen, die ein aufgeräumtes und sehr gleichsames Portfolio zeigen! Es soll Dich nur motivieren Dich locker zu machen, wenn Du Dich danach fühlst. So wie ich. Es war eine tolle Woche - mit dieser Telefonzelle in Heiligenhaus und den Vogelfreunden nur wenige Kilometer weiter. (Das verstehst Du, wenn Du den Podcast gehört hast 😀)

...ähnlich frei fühlt es sich übrigens an, diese olle Telefonzelle zu posten! 😀 (ganz ohne eine Krise der Selbstzweifel) Ich werde mich jetzt noch eine Stunde an den Freundeskreis setzen und dann aufs Sofa gehen. Schau mal, das hier sind die übrigen Begegnungen der Woche:

Schön, dass Du mich hier besucht hast, bis nächste Woche! :) Herzlich, Falk (Hast Du schon den Monatsbrief von Fotografie tut gut abonniert? Tu das, dann verpasst Du nicht, wenn der Freundeskreis seine Tore öffnet!)


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