3. Sonntag: Unsere Auszeiten sind häufig nah am Wasser gebaut

...und kamen diese Woche nicht ohne den Geruch von Filterkaffee und Currywurst aus. So macht man dat eben im Ruhrjebiet! :)


Wann kommt Dir eher eine Träne in die Augen? Wenn es Dir besonders schlecht, oder wenn es Dir besonders gut geht?

"Meine Tränen brauchen Deine Grausamkeit nicht, um zu fließen..." habe ich mal unter einen deftigen (Liebes-)Brief geschrieben. Okay, das war irgendwann in jungen Jahren, irgendwo zwischen Geschäftstüchtigkeit und Führerschein-prüfung. Diese Worte aber passen bis heute: Auf schlimme Situationen reagiere ich meist eher im "Lösungsmodus" und schaffe es lange, handlungsfähig zu bleiben, ohne zu weinen. Nach dem Tod meines Vaters (2001) brauchte es 2 Wochen, bis ich mich mit feuchten Wangen auf den eigentlichen Trauerprozess einlassen konnte.

Anders aber ist das in Tagen und Wochen, die von irgendeiner Form von Stress geprägt sind. Spannenderweise reagiere ich aber nicht in den Stressmomenten mit einer Träne oder zwei; vielmehr weine ich, wenn das Meiste gut zu sein scheint. Es ist die Erholung und die Stille, die mir diese Träne entlockt. Nicht aus Leid. Es ist eine Mischung aus Rührung über den Moment und Sehnsucht, genau das wieder häufiger zu spüren. Deswegen habe ich und haben wir diese Termine mit uns selbst im Kalender! Was auch immer zu tun ist, ein paar Male je Woche müssen wir raus. Um jeden Preis. Dieses "raus" ist keine Flucht vor etwas, sondern die Sehnsucht nach etwas.

...und wenn ich dann in diesen stillen Momenten, oder auch wenn der Fernseher mal von anderen Sehnsuchtsorten erzählt, eine Träne im Auge habe, dann weiss ich, wie sehr ich diese Momente geniesse. Und dass ich auf mich achten muss. #Achtsamkeit Tu Du das bitte auch! Und was soll das mit der Currywurst und dem Filterkaffee? Unsere Dates mit der Stille haben uns (und die Hunde) letzte Woche in die klassischen Naherholungsgebiete der Stadt Essen geführt. Wir haben so einige Orte an Rhein und Ruhr, die wir als Sehnsuchtsorte beschreiben - im Sommer beispielsweise haben wir die Gegend zwischen dem Mülheimer Wasserbahnhof und dem Stadthafen sehr gefeiert. Jetzt hat es uns in Essen erwischt - was ein wundervoller Ort der Stille, unter dem stillen Dunst dieser Januartage. Aber auch so ein Ort kommt nicht aus ohne "Bude", und kaum eine Bude kommt aus ohne Currywurst oder zumindest Filterkaffee. So habe ich diese Fotos hier mit eben diesen Gerüchen in der Nase gemacht. So ist es auch, das Ruhrgebiet. Sogar hier am Rand...

Der Rest der Zeit war Investition in die Zukunft von Fotografie tut gut und der fotocommunity! Beide Projekte erfordern dieser Tage viel Aufmerksamkeit, wirken aber auch sehr vielversprechend! Ich freue mich sehr auf 2022 mit Dir und Euch, sei es in der fotocommunity oder auch bei Fotografie tut gut! Bis dahin brauche ich aber noch den einen oder anderen Kaffee:

(Hast Du schon den Monatsbrief von Fotografie tut gut abonniert? Tu das, dann verpasst Du nicht, wenn der Freundeskreis seine Tore öffnet!) Jetzt muss ich aber dringend noch ein Stündchen am Freundeskreis basteln - weitere, von mir an dieser Stelle unkommentierte Momente der Woche findest Du hier:

Hab weiter eine gute Zeit in diesem noch jungen Jahr! Nutze die Zeit, um Dich im Blick zu halten, mit und ohne so ein Projekt wie dieses hier! Bis nächste Woche! Herzlich, Falk


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