Wenn große Angst auf große Freude trifft...

...zeigt sich wieder einmal, was wirklich wichtig ist! Ist mein Projekt 365 Tage in 52 Wochen gescheitert?

Meine letzte Nachricht ist länger her als eine Woche. Es sind auch weit weniger Fotos als vergangene Tage oben im Stream. Wie kommt das?! Es war einfach das Leben, für das ich mich entschieden habe! Vor einigen Monaten habe ich eine Podcast-Sendung aufgenommen, in der ich empfohlen habe, nicht ein konkretes Ziel, sondern eine Wegrichtung zu verfolgen. (...denn LebensWege machen unerwartete Kurven, enden im Nichts oder gar der entgegengesetzten Richtung) Dieser Gedankenstrang passt wieder so gut auf die vergangenen Tage seit dem letzten Lebenszeichen hier im Blog. Es geht mir lange nicht mehr darum, konkrete Ziele ("jeden Tag ein Bild!") streng zu erfüllen, sondern die inliegende Wegrichtung im Blick zu halten. Diese Wegrichtung, dieser Gedanke am Horizont hat mir gut durch die Tage geholfen. Sie waren wild und voller Krankheit und Angst. Gleichermaßen waren sie aber auch wundervoll und hoffnungsvoll. Keine einfache Mischung, aber eine Mischung, die vom Leben erzählt und eben dazu motiviert! Eine "Minderleistung", was die Vollständigkeit der Tage angeht, ist also in meiner Welt kein Scheitern. Vielmehr ist es ein großes Geschenk das übergeordnete Ziel im Blick zu halten und verfolgen zu dürfen. Träume platzen und Projekte scheitern nur, wenn wir ihnen eben diesen Stempel aufdrücken. Werfen wir ihn doch einfach weg! Den Stempel, nicht den Traum!

Das hier ist der liebe Michael,


das andere Herz und Gesicht des Freundeskreises von Fotografie tut gut! Als ich dieses Foto gemacht habe, war unsere neue Community gerade wenige Stunden online. Wir hatten uns nach sehr stressigen Wochen endlich mal wieder persönlich getroffen. So saßen wir zusammen im Innenhof der Wasserburg Haus zum Haus, tranken ein Pils und einen Kaffee, während Michael immer mal wieder ein neues Mitglied verifizierte und den reibungslosen Ablauf im Blick hielt. Ein wundervoller Start in eine neue Zeit von Fotografie tut gut! (Solltest Du schon Mitglied des Freundeskreises sein, kannst Du im internen Podcast etwas mehr von diesem Nachmittag hören!)

Einfach mal raus!

Besonders wenn es wild wird im Herz und auf dem Kalender, ist es Zeit all das für einen Moment zu vergessen und eine Runde um den Block zu gehen. Wir haben das große Glück, "um den Block" auch ein wenig Natur vorzufinden. Dieser Moment war der, bevor das Reh den Retriever entdeckte, der in der Ferne tobte - ein paar Sekunden später war die Wiese auf der anderen Seite wieder leer. Der Retriever aber tobte weiter und hatte die Rehe nicht mal bemerkt. Ein Glück...


Über den Tellerrand zu blicken

ist ja ein großes Thema in meinem Leben, meinem Podcast und seit heute auch im Freundeskreis. Das fehlte mir an einem dieser wilden Tage! So habe ich mir spontan mein neues Ultraweitwinkel-Objektiv von IRIX geschnappt. Wir sind noch lange nicht eingespielt miteinander - 15mm sind wiiirklich eine Herausforderung! Am Ende merke ich aber immer wieder, dass es ganz schön ist, mal wieder mit dem Motiv in eine so tiefe Auseinandersetzung gehen zu müssen. Es hatte ein bisschen diesen Zauber der ersten Fotografie-Tage gefühlt so gar nicht mit dem Objektiv klarzukommen. Vielleicht war das er erste Impuls, der Michael und mich dazu gebracht hat, dieses "über den Tellerrand"-Gefühl in ein Mitmach-Projekt zu transferieren. Bei Zeiten werde ich weiter davon berichten... jetzt aber muss ich los, eben um über den Tellerrand schauen!


Machs gut, Falk

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